Specialized SX Trail 2008

Specialized SX Trail 2008

Da dieses Bike für mich der Einstieg zum Freeriden war und derweil kein anderes fahre/besitze, kann ich wenig Vergleichendes sagen.

Vorweg ein paar technische Details, welche man in voller Länge hier nachlesen kann auf der HIER verlinkten Seite nachlesen kann.

Dämpfer:       Fox DHX 4.0
Gabel:            Mazocchi 55 TST2 Coil
Bremsen:      Avid Juicy 3 (vorne/hinten 203mm)
Schaltwerk:   SRAM X-9
Felgen:          DT Swiss/Specialized E540
Reifen:          Specialized Chunder

Bisher bin ich das SX einmal inm Bikepark Boppard gefahren, die meiste Zeit aber auf unseren Hometrails und Touren.            
Bei allen bisherigen Beanspruchungen vermittelte es mir eine solide Fahrleistung und Verarbeitung.
Der Rahmen welcher wohl das bestimmende Merkmal eines Bikes ist, wirkt auf mich bisher sehr robust, was sich auch nach diversen Stürzen nicht geändert hat. Einzig die Komponenten und der Lack mussten darunter leiden.

Der Lack (so wie ich es im Vorfeld des Kaufes recherchieren konnte) scheint wohl bei fast allen Specialized-Bikes ein Problem gewesen zu sein.
Ich selbst kann bisher nur über „normale“ Gebrauchsspuren klagen, wobei mir hier eine Vergleichsmöglichkeit fehlt.
Mir persönlich gefällt der 2008er SX Rahmen optisch besser als der 2009er.

Die DT Swiss Felgen sind eigens für Specialized gefertigt, was sich bisher darin geäußert hat, dass ich nach einem Sturz in Boppard (wo sich die Hinterradfelge auf unerklärliche weiß deformiert hatte ) keinen neue DT Swiss/Specialized E540 besorgen konnte und so auf eine Mavic umsteigen musste, was an sich ja nicht wirklich problematisch ist.

An der Sattelstütze ist mir bisher als kleines Problem aufgefallen, dass sie sich nicht völlig Versenken lässt (was beim 2009er Sx geändert wurde).
Um letztlich mehr Freiheit zu erhalten, muss man sie Kürzen oder sich eine neue kürzere Sattelstütze anschaffen
.
Wenn ich schon mal bei den Komponenten bin…
Die Avids erfüllen ihren Zweck, sind für meinen Geschmack aber etwas zu weich (ein gefühlt ewig langer Weg des Hebels, bis man zum Druckpunkt kommt – dieser lässt sich leider nicht einstellen).
Die von Specialized beigelegten Pedale neigten sich schon relativ früh ihrem Gebrauchsende entgegen (die Lager wollten nicht mehr so recht mitspielen).

Die Mazocchi 55 TST erfüllt mit ihren 160 mm ebenfalls ihren Zweck und ist für den Anfang sicherlich mehr als ausreichend. Probleme hatte ich nur beim Einstellen der Gabel, weil sich über den Luftdruck die Vorspannung nicht passend auf mein Gewicht einstellen lies.

Die Chunder sind sicherlich sehr Robust, waren mir vom Kurvenverhalten aber nicht ausreichend, zudem haben sie eine hohe „Bodenhaftung“, was für ein schnelles Vorrankommen abseits von einem Gefälle nicht vorteilhaft war.
Alle weiteren Komponenten sind mir jetzt nicht „negativ“ aufgefallen und sind wohl für den Preis des Bikes angemessen.

Neben Pedalen und Gabel habe ich bis jetzt nur den Lenker ausgetauscht. Der Specialized Lenker ist "nur“ 660 mm breit, für mehr Kontrolle über das Bike habe einen 750 mm Crook von Nox gekauft.

Beim Kauf des Bikes kam es für mich von Anfang an drauf an, einen Allrounder zu finden – die von vielen gesuchte „Eierlegendewollmilchsau“. Die neue Gabel (Marzocchi 66 ATA 140-180mm von 2009), Reifen mit einem geringeren Rollwiderstand und knapp 4 bar  (RubberQueen von Contiental) und ein Sattel mit einer längeren Sattelstütze erfüllen eindeutig ihren Zweck und lassen fast ein CC-Feeling aufkommen.
Sowohl in der Ebenen als auch Berg auf kommt man damit gut zurecht.
Für Fahrten auf unserem Trail eigenen sich die RubberQueen mit 1,5 – 2 bar hervorragend und ich benutzen dann die original Sattelstütze. Für mich sind damit doch mehr oder weniger alle Bereiche des Sportlichen Bike-Alltages abgedeckt und brauche dafür nur ein Bike.

Zumal man jetzt im Jahre 2010 wohl nur noch seltener an ein „altes“ SX von 2008 im Originalzustand dran kommt.

Empfehlen kann ich es auf jeden Fall, vor allem als Neueinsteiger!

Heute würde ich mir wohl nur noch den Rahmen kaufen und es selber aufbauen, was aber auch nur geht, wenn man jemanden beratenden zur Seite hat, oder selber über mehr Erfahrung für die einzelnen Komponenten verfügt.

Text von Martin Walbrühl